Gemeinde Rainau legt Grundstein für neues Rathaus

Gemeinde Rainau legt Grundstein für neues Rathaus 

Nach einer Vorlaufzeit von 13 Jahren wird der moderne Flachdach-Anbau endlich umgesetzt 

 
 
Rainau-Schwabsberg - Nach 13 Jahren Planung ist der Grundstein für den Rathausanbau in Schwabsberg gelegt worden. Der moderne Flachdachbau mit Glasfassade soll ein Wahrzeichen mit Symbolcharkter sein, er soll Historisches mit Neuem verbinden und gleichzeitig die Verbindung zwischen den Ortsteilen der Gemeinde Rainau betonen.
 
Bürgermeister Christoph Konle und der Architekt Mathis Tröster versenkten bei der symbolischen Grundsteinlegung eine Kassette in der Betonmauer, die später den Eingangsbereich bilden wird.
 
In der Kassette mit eingemauert sind die Tageszeitung vom Tag der Grundsteinlegung, die Baupläne und Reden. Außerdem erfährt die Nachwelt daraus, was Nahrungsmittel wie Brot und Salz zur Bauzeit gekostet haben, und Bürgermeister Konle hat noch einen persönlichen Brief für die Nachwelt beigelegt.
 
Bei aller Symbolik hoffen sicherlich alle Beteiligten, die Kassette wird nicht so schnell wieder ausgegraben. Denn der rund 1,5 Millionen Euro teure Bau soll den dafür vorgesehenen Zweck möglichst lange erfüllen. 85 Prozent davon werden vom Land zugeschossen.
 
Nicht umsonst nennt Konle den Rathausanbau ein „Jahrhundertprojekt“. Gründlich durchdacht ist er zumindest, nach immerhin 13 Jahren Vorarbeit. „Heute ist ein besonderer Tag in der Geschichte der Gemeinde Rainau“, sagte Konle bei der Feier mit rund 50 Gästen unter blauem Himmel. Wegen der Abstandsregeln konnten nicht noch mehr Bürger eingeladen werden, bedauerte Konle.
 
Der moderne Anbau an das sanierte historische Rathaus soll ein Ort der Demokratie und der Begegnung werden. Die Glasfassade stehe für Transparenz und Offenheit. Gleichzeitig vereine der Neubau die „Schlagworte unserer Zeit“, wie Konle sagte. Dazu zählten Generationengerechtigkeit, Sicherheit und Gesundheit. Denn das Rathaus wird barrierefrei zugänglich sein. Brandschutz und Arbeitsschutz sind ebenso berücksichtigt wie eine zeitgemäße, digitalisierte Verwaltung. Im Erdgeschoss werden das künftige Bürgerbüro, Tourismus- und Kulturamt zu finden sein. In den oberen Stockwerken wird es unter anderem ein Trauzimmer geben und einen Sozialraum für die Mitarbeiter.
 
In seiner Rede ging Konle auch auf die Entstehungsgeschichte ein. Vier Gemeinderatsgremien haben sich mit der Gestaltung dieses neuen „Dienstleistungszentrums für Bürger“ beschäftigt. Bereits auf der Zielgeraden musste es 2009 wegen der Finanzkrise zurückgestellt werden. 2010 wurde ein neuer Anlauf genommen, der schließlich in dem jetzt begonnenen Projekt mündete.
 
Auch Tröster, der die Planung von Anfang an begleitet hat, waren Stolz und Freude anzumerken. Er zitierte den Philosphen Seneca: „Glück ist, was passiert, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft“.

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