Informationen

  • Öffnungszeiten Pfarrbüro Schwabsberg

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    StNikolaus.Dalkingen(@)drs.de
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    Montag: 9.00 Uhr bis 10.30 Uhr
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Katholische Kirchengemeinde St. Martinus Schwabsberg/Buch

  • 2. Vorsitzender: Max Vogelmann
  • Stellvertreterin: Barbara Hahn
  • Ausschuss der Seelsorgeeinheit: Max Vogelmann, Barbara Hahn
  • Kirchenpfleger: Josef Hügler
  • Schriftführerin: Christine Mayer, Beate Schmid (Vertreter)
  • Jugendausschuss: Stefanie Mundus, Christine Mayer, Martin Gaab
  • Baumaßnamen: Gerhard Staudenecker, Martin Gaab, Vinzenz Krieger
  • Kindergartenausschuss: Gerhard Staudenecker, Beate Schmid, Josef Hügler
  • Mission: Cornelia Schmid
  • Verwaltungsauschuss: Pfarrer Jürgen Zorn, Max Vogelmann, Gerhard Staudenecker, Vinzenz Krieger
  • Festausschuss: Vinzenz Krieger, Manuela Jähnig

Die Anfänge

(entnommen aus der Pfarrchronik von Schwabsberg)

Über den Ursprung der Pfarrei Schwabsberg Angaben zu machen, ist bei dem vollständigen Fehlen urkundlicher Belege am Ort nicht möglich, außer man würde auf historische Korrektheit verzichten und der Fantasie freien Lauf lassen. Ab und zu finden sich zwar einige Notizen, die das Dunkel etwas erhellen. So schreibt Dr. Hutter in einer Abhandlung "Gebiet der Reichsabtei Ellwangen", Schwabsberg habe mit seiner Martinuskirche schon vor der Gründung des Klosters Ellwangen (ca. 750) bestanden. Ob durch den nahegelegenen "Limes", das Kohortenkastell Buch mit angrenzendem "vicus" (Lagerdorf) vereinzelt Christen am Ort waren, läßt sich zwar annehmen, aber nicht belegen. Auch kann die Verehrung des Hl. Patrizius in der Gegend evtl. ein Hinweis auf die Anwesenheit irisch-schottischer Glaubensboten sein. Ebenso sind die Namen der Frankenmissionare, die der Kirche in Schwabsberg "St. Martinus" als Patron gaben, nicht überliefert.

Die bestehende Pfarrkirche ist wohl eine Urkirche. Sie steht auf einem künstlichen Hügel, dessen Wall durch eine hohe Mauer ersetzt wurde. Urkundlich wird die Kirche bereits im Jahre 1401, der Kirchenpatron St. Martin erstmals 1460 erwähnt. Sicher ist, daß die Gründung des Klosters Ellwangen Ausstrahlung und Einfluß auf die kirchlichen Verhält­nisse in Schwabsberg genommen hat. Der früher hier ansässige Ortsadel der Ritter von Schwabsberg, der 1567 ausstirbt, erscheint schon 1240 im Ellwanger Truchsessenamt. Bald danach werden aus seiner Mitte drei Äbte von Ellwangen genannt: Otto (1253 - 1269), Konrad (1269 - 1278) und (ganz sicher) Ekkehard von Schwabsberg (1278 - 1309).

Schon sehr früh wurden die Orte Buch und Schwabsberg zu einer Pfarrei zusam­mengezogen, der genaue Zeitpunkt ist jedoch bis heute noch nicht genau erforscht. In ihrer Frühgeschichte wurde die Pfarrei seelsorgerisch von Ellwangen aus betreut. Dies ist belegt durch eine vorhandene Kommuni­kantenliste aus dem Jahre 1574, wo aus Schwabsberg 114 und aus Buch 102 zur Kommunion Berechtigte namentlich aufgeführt sind. Auch enthält das Ellwanger Taufregister aus dieser Zeit Namen von Täuflingen aus Schwabs­berg und Buch. Im Ort Buch wurde eine Marienkapelle erbaut (eine Stiftung der Ahelfinger) welche urkundlich 1593 erwähnt wird.

Zu den Sonntagsgottesdiensten kam regelmäßig ein Vikar (Cooperator) nach Schwabsberg. Doch auch das Kloster Ellwangen schickte Prediger und Klostermönche. So berichtete P. Ph. Jenningen am 14.10.1687 nach Augsburg u.a.: "Ich ... eilte, (von Dalkingen kommend) nach dem Orte Buch, wo Kinder und Erwachsene zahlreich in der Kirche zusammenkamen, geistige Nahrung erwar­teten und ich im Geben von ihnen empfing. Gestern, am Werktag, habe ich in Schwabsberg 43 Beichten von Kranken, alten Leuten und sonstigen Pönitenten, gehört. Nach der Messe hielt ich Predigt und Christenlehre vor einer zahlreichen Zuhörerschaft ....

Hatte die Pfarrgemeinde auch keinen eigenen Pfarrherrn, so zeigte sie doch schon immer eine große Opferbereitschaft. Bereits 1658 wurde ein heute noch vorhandener Tabernakel angeschafft, 1689 eine Martinsglocke, 1719 der Ölberg erneuert.

Geschichtliches zur Pfarrei St. Martinus

Vom Bistum Augsburg zum Bistum Rottenburg

Im Jahre 1733 begann in Schwabsberg der Kirchenneubau und 1750 war ein neues Pfarrhaus bezugsfertig. Damit wurde nach über 100jähriger Vakanz die "Pfarreilichkeit" unter probsteilicher Herrschaft ab 1749 mit der Einsetzung von Pfarrer D. Geyer wiederhergestellt. In seine Amtszeit fiel die Einwei­hung der neuen Kirche am 12.3.1752 durch den zuständigen Bischof von Adelmann von Augsburg. Von nun an war die Pfarrstelle ununterbrochen besetzt.

1755 kam Pfarrer F.A. Madeion. Von ihm wurde eine ausführliche Gottesdienstordnung und sonstige organisatorische Regelungen schriftlich festgelegt. Ihm folgten von 1756 - 1799 sieben weitere Pfarrherrn, die teil­weise nur wenige Jahre am Ort waren. Aus der Amtszeit des Pfarrers J. B. Schwager (1799 - 1806) ist folgender Satz aus der Chronik besonders bedeutsam: "Das römische Kaiserthum deutscher Nation wurde zu Grabe getragen und die weltlichen Großen theilten sich in die reichliche Beute der geistlichen Fürstenthümer, Abteien und Klöster ... " Schwabsberg wurde nun württembergisch. Die Erhebung Friedrichs (später König von Württemberg) zur Churfürstenwürde mußte auf Anordnung von der ganzen Gemeinde gefeiert werden.

Unter Pfarrer G. H. Mesmer (1806 - 1807) wurde die Pfarrei am 12. 7.1806 einer Abmachung zwischen Herzog Friedrich und dem Kaiser Franz von Österreich zufolge dem "regnurn" der württembergischen Majestät unter­stellt. Auch unter seinem Nachfolger, Pfr. J. Schlöder, gingen die politischen Umwälzungen weiter. Die Einkommen der Pfarrer waren zu dieser Zeit sehr gering. So wurde Pfarrer Schlöder, der sich wegen seines geringen Einkommens beklagte, anno 1820 eine Aufbesserung um 100 Gulden jähr­lich gewährt.

Damit verbunden wurde allerdings das ausdrückliche Verbot, bei den Jahrtagsmessen für die Ritter von Ahelfingen in der Bucher Kapelle künftig andere Geistliche zuzuziehen - dies war bisher Brauch, womit natürlich auch eine kostspielige Bewirtung der eingeladenen Gäste verbunden war. Durch die politischen Umwälzungen und Neueinteilungen wurde es notwendig, Für Württemberg eine eigene Diözese zu schaffen, das Bistum Rottenburg (1821).

Das Pfarreileben zur Zeit des württ. Königreiches

Nach dem Weggang von Pfarrer Schlöder blieb die Pfarrstelle von 1828 ­1835 unbesetzt. Der gestrenge Kaplaneiverweser Herlikhofer (1828 - 1832) verwaltete zunächst die vakante Pfarrei. Seine "polizeilichen Maßnahmen" stießen bei den Gläubigen auf Ablehnung. Als nach weiterer unregelmä­ßiger Betreuung 1835 Pfr. Selig eingesetzt wurde, mußte er in seiner neuen Gemeinde einige Gebrechen feststellen: Trunksucht, Nachtschwärmerei, Müßiggang u.a. Nach seinem Weggang war die Pfarrei von 1838 - 1840 wieder verwaist. Während dieser Vakatur wurde die Pfarrei von Pfarr­verweser Sinz und Pfarrer Knoll aus Dalkingen mitversorgt. Endlich kam mit Pfarrer Mathias Baier ein Seelsorger der 30 Jahre lang in der Gemeinde wirkte. In seine Amtszeit fiel vor allem die Ablösung der "Zehnten" und die "Privatisierung der Eigentumsrechte". Dabei kam es zwischen dem Pfarr­herrn und "widerhaarigen" Bauern zu manchen Reibereien. 1865 war die Primiz von M. Winter, Schwabsberg.

Nach dem Tod von Pfr. Baier (Grabplatte an der Kirche) übernahm 1871 der weltoffene Pfarrer J. B. Martin Schmitt die Pfarrei. Er schrieb ab dieser Zeit eine Pfarrchronik, die seither laufend fortgeflihrt wird.

Durch die bismarckschen Gesetze mußten 1872 die Jesuiten deutschen Boden verlassen. Der Kulturkampf setzte ein. Erzbischöfe, Bischöfe und Geistliche wurden gefangengenommen, Pfarrhäuser durchsucht, die Zivilehe eingeflihrt. In dieser Zeit gründetet Pfarrer Schmitt als Gegenpol einen Kath. Volksverein, den sogenannten "Piusverein".

1875 bekam die Pfarrgemeinde ein neues Geläute (As-dur) und 1876 eine von der pol. Gemeinde finanzierte Turmuhr. Der Friedhof, der bisher bei der Kirche war, mußte wegen Platzmangel an den Nordrand des Ortes verlegt werden. 1883 wurde eine neue Orgel angeschafft und 1884 beim Pfarrhaus ein Waschhaus gebaut. Darüber schrieb Pfr. Schmitt: "Die Bauerei beanspruchte bei der bewundernswerten Faulheit der Staatsmaurer eine lange Zeit". Im Jahr 1877 gründete Pfarrer Schmitt einen Männerchor, den er selbst leitete. Dieser trug sogar beim Jubiläum der Schönenbergkirche 1882 dort ein vollständiges Choralamt vor. 1875 pilgerte Pfarrer Schmitt nach Rom und ins Heilige Land. Er verließ die Pfarrei 1894.

Von 1895 - 1909 leitete Pfr. A. Harsch, dann ein weiteres Jahr Pfr. H. Fischer die Pfarrei. In diesen Zeitraum fiel die Primiz von Dr. J. Fürst (1895) und der Bau der Friedhofskapelle (1901 - 1904). Im Jahre 1910 kam Pfarrer W. Schunter für 20 Jahre nach Schwabsberg.1912 wurde für die Kapelle in Buch ein Tabernakel gestiftet und seither dort das Allerheiligste verwahrt. Ab diesem Jahr wurde in Buch an der neuerbauten Schule Religionsunterricht erteilt. 1914 kam elektro Licht in die Pfarrkirche und in die Kapelle nach Buch.

Im Sommer 1914 war die Primiz von M. Hutter, Schwabsberg. Kurz danach begann der 1. Weltkrieg. An fast allen Kriegsschauplätzen waren hiesige Pfarrkinder eingesetzt. Schwester Casta war in den Karpathen und in Nord­frankreich als Krankenschwester im Einsatz. Als Kriegsfolge wurden einige Orgelpfeifen, die Kupferdrähte der Blitzableiter sowie 2 Glocken der Pfarr­kirche und 1 Glocke in Buch beschlagnahmt. Der Krieg forderte von der Pfarrgemeinde 22 Gefallene.

Die Nachkriegszeit - ein neuer Krieg Nach dem 1. Weltkrieg herrschte im ganzen Lande Not. Von Lichtmeß bis Oktober 1920 erholten sich 22 Kinder aus dem Erzgebirge in der Pfarrei. 1921 wurden für die Kapelle in Buch eine ältere Glocke, 1922 für die Pfarrkirche 2 neue Glocken erworben. Das Friedhofsglöckchen, das zwischenzeitlich auf dem Turm der Pfarrkirche aushalf, konnte wieder auf seinen alten Platz zurückgebracht werden. Nach ihrem Aufzug in den Turm wurden die beiden neuen Glocken aus lauter Freude, wieder ein neues Geläut zu haben, so stürmisch geläutet, daß die unten hängende kleinere sich überschlug und der größeren darüberhängenden eine solche Wunde beibrachte, daß sie nicht mehr klingen konnte. So hatte Schwabsberg wohl ein Geläute, aber kein Glockenklingen, sondern ein ,jämmerliches Geschetter." Im gleichen Jahr wurde das Kriegerdenkmal aus dem Jahre 1719 zu einer offenen Kapelle mit einer Gedenktafel für die 22 Gefallenen des Krieges umgestaltet.

Schon im Jahre 1927 wurde versucht, an die Hebammenstation eine Krankenpflege­station mit Kinderschule anzuschließen. Das Vorhaben scheiterte jedoch an der Unverträglichkeit der Schwestern.

Im Herbst 1930 zieht Pfarrer Schunter nach Lorch, um dort als Pensionär noch seelsorgerisch weiterzuwirken. Schon 2 Wochen später übernimmt Pfarrer H. Mühleisen die Pfarrei. Unter seiner Regie wird im Dezember des Jahres der Kath. Frauenbund gegründet. Versuche, die Jugend und die Männer neu zu sammeln, hatten nicht den gewünschten Erfolg.

Im Sommer 1931 war die Primiz von Pater A. Bieg, Schwabsberg. Die Jahre danach brachten Wahlen auf Wahlen bis zur Machtergreifung der Nazis im Jahre 1933. In diesem Jahr feierte Pater R Vogler, Buch, seine Primiz. Durch eine Stiftung konnten im August des Jahres 3 Glocken der Pfarr­kirche, darunter auch die "Schettere" duch ein neues vierteiliges Geläute (As-Dur) ersetzt werden. Bei der Restaurierung der Kapelle in Buch entdeckte man den ursprünglichen Südeingang. Von 1933 - 1937 wird dort auch eine Sakristei und ein Vorbau am Eingang angebaut. Der Aufgang zur Kapelle wird neu angelegt. 1938 herrschte in der Gemeinde eine Viehseuche solchen Ausmaßes, daß sogar der Gottesdienstbesuch wegen Ansteckungs­gefahr untersagt werden mußte.

Diözesanbischof Sproll wurde von den Nazis ins Exil verbannt. Bei Kriegs­ausbruch 1939 wurden zahlreiche Männer eingezogen, Pferde und Kraftfahr­zeuge mußten abgeliefert werden. Ab 1941 wurden christliche Presseerzeug­nisse verboten. Drei Glocken wurden beschlagnahmt. Die Bombardierung der Großstädte brachte "Evakuierte" aus Stuttgart und aus Städten des Ruhr­gebietes in die Gemeinde. Ab 1944 war die Tieffiiegerplage der Amerikaner so groß, daß der Gottesdienst einige Mal unterbrochen werden mußte. Im Frühjahr 1945 erlebte die Pfarrei Einquartierungen, Fliegerangriffe und den Rückzug der deutschen Truppen. Die Amerikaner besetzten am 22. 4. 1945 Buch und Schwabsberg. Der Krieg forderte von Schwabsberg und Buch 38 Gefallene und 13 Vermißte. Von den Heimatvertriebenen, die aus östlichen Ländern in der Pfarrgemeinde aufgenommen werden mußten, sind 9 Familienangehörige gefallen,5 weitere vermißt.

Katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus - Dalkingen

  • 2. Vorsitzende: Martina Brenner-Schmid
  • Stellvertreter: Klaus Helmle
  • Schriftführerin: Margit Deis, Hildegard Walzhauer (Vertreter)
  • Kirchenpfleger: Werner Steckbauer
  • Kindergartenausschuss: Claudia Häfele
  • Bauausschuss: August Göggerle, Josef Schmid
  • Ministranten u. Jugend: Alexandra Häfele, August Göggerle
  • Mission u. Entwicklung:  Josef Schmid
  • Festausschuss: Hildegard Walzhauer, Gertrud Beerhalter-Abele
  • Vertreter der Seelsorgeeinheit: Martina Brenner Schmid, Klaus Helmle

Geschichtliches über den Bau der St. Nikolaus Kirche

Georg von Morlok
Georg von Morlok

Die im neugotischen Stil erbaute Sankt Nikolaus Kirche in Dalkingen Erbaut in den Jahren 1871 – 72 von Oberbaurat Georg von Morlok.

Durch die Aufhebung der kleinen weltlichen und geistlichen Herrschaften im Rahmen der Napoleonischen Flurbereinigung zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es in vielen Teilen des ehemaligen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zu tief greifen¬den Veränderungen im Hinblick auf die Herrschaftsverhältnisse.

Dies gilt auch für Dalkingen und Weiler. Beide Orte waren nun Teil des Königreichs Württemberg. Daraus ergaben sich neue Zuständigkeiten und Verwaltungsstrukturen. Am 28. Juni 1850 verabschiedete die Regierungsbehörde folgenden Beschluss: Die Ortskirchen müssen Raum für mindestens 3/4tel der Bewohner eines Dorfes bieten. Die Seelenzahl in Dalkingen und Weiler betrug um 1850 441 Seelen. Folglich sollte die Kirche mindestens 322 Sitzplätze aufweisen. Die vorhandene Kirche aus dem Jahre 1510 fasste aber nur 214 Personen.

Da die Unterhaltung der kirchlichen Gebäuden der Gemeinde Dalkingen und Weiler seit 1372 in der Obhut der Hospitalverwaltung Dinkelsbühl lag. Es war für die Sankt Nikolausgemeinde Dalkingen keine leichte Entscheidung diesem Beschluss gerecht zu werden. Nachdem aber anerkannt wurde, dass die vorhandene Pfarrkirche bezüglich ihres Umfangs zu klein und vor allem sehr feucht war, hat sich die Kirchengemeinde für einen Neubau entschieden.

Nach Angaben des Oberbaurats Morlok könnte mit einem Kostenaufwand von 20 000 Gulden, eine ausreichend große, solide und schöne Kirche erbaut werden.

Schultheiß Franz Xaver Rathgeb

Schultheiß Franz Xaver Rathgeb
Schultheiß Franz Xaver Rathgeb

Der neu gewählte Schultheiß Franz Xaver Rathgeb (12. Mai 1853) machte sich für die kirchlichen Angelegenheiten stark und versuchte dies zu ändern. Er wollte, dass das Zehntrecht, welches seit 1393 in der Obhut der Hospitalverwaltung Dinkelsbühl lag, ablöst wird, dass Dalkingen und Weiler von dieser Abgabe befreit werde.

Die Urkunden vom 24. Mai 1853 und 22. Januar 1855 belegen umfangreiche Verhandlungen zwischen den Gemeindevertretern und dem Spital von Dinkelsbühl. Am 20. April 1854 nahm eine Kommission, die aus Vertretern verschiedener Institutionen zusammengesetzt war, Augenschein über sämtliche kirchlichen Gebäude und Einrichtungen der Gemeinde Dalkingen/Weiler. Diese Kommission legte schließlich die Ablösungsgelder fest.

Am 10. September 1867 beschloss der Stiftungsrat, einen Pfarrkirchenpfleger zu wählen, um das Ablösungskapital von rund 8 000 Gulden in empfang zunehmen. So war die Kirchengemeinde in ihrer Entscheidung auf baulicher Seite frei. Was aber auch für die Finanzierung galt, weil von überregionaler Seite keine Zuschüsse zu erwarten waren. Die restlichen 12 000 Gulden mussten eben durch Spenden und Eigenleistung aufgebracht werden.

Im August 1871 konnte mit dem Neubau begonnen werden. Nicht weniger als 669 Pferde- und Ochsenfuhrwerke fuhren nach Niederalfingen, um aus dem dortigen Steinbruch das Steinmaterial nach Dalkingen zu transportieren. Wenn man die damaligen Verhältnisse betrachtet, war es schon eine enorme Leistung für so ein kleines Dorf, finanziell als auch baulicher Hinsicht. Nach einer Bauzeit von nur 17 Monaten, am 23. Dez. 1872 konnte die erste heilige Messe in der neu erbauten Kirche gefeiert werden. Sicherlich war die Kirche zunächst schlicht und einfach gehalten.

Als der junge Bauer Josef König an einer unheilbaren Krankheit litt, vermachte er vor seinem Tod 20 068 Goldmark der Kirche. Verknüpfte seine Sende allerdings mit der Bedingung, es soll die Kirche ausmalt, ein neuer Hochaltar und eine neue Orgel angeschafft werden, hierzu gingen auch noch sonstige Spenden ein.

Am 20. Dezember 1888 konnte doch berichtet werden, wer dieses vorher so kalte und kahle Gotteshaus seit dem Tage der Inangriff¬nahme nicht mehr gesehen hat, wird es jetzt kaum wieder erkennen. Das zeigt, dass die Wünsche des jungen Bauern in allen Belangen erfüllt wurden und die ganze Bürgerschaft konnte ihre neu erbaute Dorfkirche mit Stolz präsentieren.

In einer Broschüre ist die ganze Kirchengeschicht dargestellt, die bei der Gemeindeverwaltung Rainau in Schwabsberg und bei Erich Ebert Dalkingen erhältlich.

Schlusswort:
Was wir von unseren Vorfahren übernommen haben, ist „Erbe und Verpflichtung“ Danken wir den vielen Helfern, Wohltätern und Stiftern, die sich um das mehr als 100 Jahre alte Erbe verdient gemacht haben und wünschen, dass unsere Nachwelt sich dieser Verpflichtung annimmt und sie weiter trägt.

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