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komm.on.line GmbH Limes-RundwanderwegLimes-RundwanderwegDas Unesco-Welterbe Limes durchzieht auf einer Länge von etwa 6 km das Gebiet der Gemeinde Rainau mit seinen Ortsteilen Buch, Schwabsberg und Dalkingen (Weiler und Saverwang werden nicht tangiert). Auf dieser Strecke haben sich einige der schönsten Teilstücke und Einzeldenkmäler des Limes in einer einmaligen Konzentration erhalten. Über mehrere Parkplätze und einen Rundwanderweg (Länge ca. 11 km, ca. 2,5 Stunden Gehzeit) lassen sich die vielfältigen Zeugnisse Römer am Limes bei Rainau bequem erreichen. Lage des Rundwanderwegs im Satellitenplan (als Overlay Rundwanderweg auswählen) Übersicht als Datei downloaden (jpg 680kb)
Für Navigationsgeräte sind hier die GPS-Daten (gpx, ovl, kml) verfügbar.
1. Station - Limesverlauf![]() Der Limes zwischen Hüttlingen und Rainau Schwabsberg: Vom Parkplatz aus verläuft der Limes von Südwesten nach Nordosten über mehrere hundert Meter entlang des Waldrandes.Die Reste der Limesmauer sind dabei noch als ein Meter hoher und drei Meter breiter Schuttwall im Gelände sichtbar. Westlich und östlich des Waldes ist der Limesverlauf durch Hecken markiert, die auf dem Schuttwall der Mauer gewachsen sind. Auf diesem Limesstück standen ursprünglich drei Wachtürme, von denen die ersten beiden, WP 12/75 im Bereich der Weggabelung am Parkplatz und WP 12/76 auf halber Strecke, oberirdisch nicht mehr sichtbar sind. 2. Station - Limesturm![]() Der Limeswachturm im Mahdholz bei Rainau-Schwabsberg: Der römische Steinturm im Mahdholz weist zwei Bauphasen auf, deren Grundmauern konserviert und restauriert wurden. Daneben steht eine Rekonstruktion der etwa ein Meter breiten und drei Meter hohen Limesmauer. Die Limesmauer mit eingebauten Steintürmen markiert die zweite Bauphase des rätischen Limes, die ab etwa 180 n. Chr. entstand. Einige Meter entfernt wurde ein Holzturm aus der ersten Bauphase um 165 n.Chr. im Maßstab 1:1 rekonstruiert. Vom Turm aus reicht der Blick ein Stück entlang der heute noch sichtbaren Grenze, zum Kastell und zu den Höhen der Ostalb. Die alte Rekonstruktion wurde 2008 durch einen neuen, begehbaren Limesturm ersetzt. Der Schlüssel kann im Rathaus Schwabsberg ausgeliehen werden. 3. Station - Limestor bei Rainau-Dalkingen![]() Das Limestor bei Dalkingen ist ein einmaliges Bauwerk an der gesamten Limesstrecke zwischen Rhein und Donau. An dieser Stelle, wo ein wichtiger Verkehrsweg nach Norden den Limes überschreitet, errichteten die Römer zunächst einen einfachen Wachturm und später ein etwa 15 x 15 m großes Torgebäude, dass wohl den Limesdurchgang überwachte. Dieses Gebäude erhielt im Vorfeld des Besuches des Kaisers Caracallas in Rätien im Jahr 213 n. Chr. einen prunkvollen Vorbau, in Gestalt eines Triumphbogens, mit einer nach Süden orientierten Prunkfassade. Bei den Ausgrabungen wurden zudem Reste einer bronzenen Kaiserstatue gefunden, die heute im Limesmuseum Aalen ausgestellt sind. Über das Limestor wurde 2010 ein Schutzhaus errichtet. 4. Station - Römerbad und Zivilsiedlung![]() Wie jedes Kastell am Limes besaß auch das Lager von Rainau eine Zivilsiedlung (Vicus), in der Handwerker und Händler, aber auch die Soldatenfamilien wohnten. Der Vicus erstreckte sich auf der Süd- und Ostseite des Lagers. Größere Teile konnten 1976 - 1979 beim Bau der Bundesstraße 290 archäologisch untersucht und der berühmte "Bucher Brunnenschatz" geborgen werden. Vor dem Osttor des Kastells lagen direkt am Ufer des heutigen Stausees repräsentative Steingebäude, wie das Kastellbad und ein Gästehaus mit separatem Badgebäude. Die Mauerreste dieser Gebäude sind noch erhalten. 5. Station - Kastell![]() Das Kastell von Rainau-Buch liegt etwa 1,2 km hinter dem Limes auf einer Anhöhe über der Jagst. Die hier stationierten Soldaten einer 500 Mann starken Kohorte überwachten die Reichsgrenze und eine Fernstraße, die von Italien über die Alpen nach Augsburg und über die Donau nach Aalen bis hier an den Limes führte. Durch das Dalkinger Limestor gelangte man nach Norden in Richtung der germanischen Siedlungsgebiete am Main. Das Kastell hatte eine größe von ca. 140 x 150m (2,1 ha) und war von vier Wehrgräben umgeben. Die Umwehrung mit ihren 4 Toren und Türmen wurde durch eine Heckenpflanzung und einzelne Bäume für die Besucher kenntlich gemacht. Im Zentrum des Lagers ist der Grundriss des Stabsgebäudes markiert. Ein Modell der Gesamtanlage vermittelt einen anschaulichen Eindruck. Wetter![]() |