Dalkingen

Die erste Erwähnung von Dalkingen um 1136

Der heutige Ort Dalkingen ist eine alemannische Dorfgründung und somit vielleicht schon 1600 Jahre alt. Auf der Markung Dalkingen gibt es sogar Siedlungsreste aus der Jungsteinzeit, etwa 5000 Jahre alt und Siedlungsreste aus der Hallstattzeit etwa 2700 Jahre alt. Aus diesen Zeiten, wie auch aus der Zeit der Römischen Besetzung, vor etwa 1850 Jahren, gibt es allerdings keinerlei schriftlichen Quellen und somit praktisch keine genaueren Angaben.
Man ist auf die Ausgrabungen der Archäologen und auf deren Deutungen angewiesen. Die zahlreichen römischen Funde, die Grabhügel im "Wagenhardt", einzelne steinzeitliche Funde in der "Steckenhalde" und im "Hohen Baum" und die noch erhaltenen Besonderheiten aus der Alemannenzeit sagen viel über die Vorgeschichte in unserer Gemeinde aus.

Die ersten Schriftstücke über unseren Raum finden sich in Akten der alten Klöster, so in dem bereits im jahre 764 gegründeten Kloster Ellwangen. Auf eine solches Aktenstück geht auch die erste Erwähnung von Dalkingen um 1136, also vor 850 Jahren zurück. Es handelt sich um die sogenannte Ellwanger Klagschrift, ein Ellwanger Güterverzeichnis über die Schädigung des Kosterguts durch Abt Helmerich. Dieses Schriftstück wurde im Jahre 1929 vom württembergischen Staatsarchivdirektor Karl Otto Müller, rein zufällig entdeckt und zwar als Umschlag zu einer unscheinbaren Rechnung aus dem 15. Jahrhundert.

Offensichtlich wurde also im 15. Jahrhundert "Altpapier" (genau gesagt Pergament) recht sinnvoll verwendet,  indem man seinerzeit einen Umschlag daraus hergestellt hat. Allederings hatte der Hersteller des Umschlags das Pergament links und rechts so abgeschnitten, dass es nur zum Teil erhalten ist. Die Entdeckung des Inhalts aus dem 12. Jahrhundert war also mehr oder weniger zufällig. Für Rainau und damit für Dalkingen wurde der Inhalt des Schriftstücks von Herrn Hubert Häfele, Ellwangen wiederentdeckt bzw. hervorgeholt. Er schreibt 1974 in einem Aufsatz zur Geschichte von Schwabsberg: "Hier beklagt sich um das Jahr 1136 jemand darüber, dass Abt Helmerich, der seitherige Leiter der Abtei Ellwangen, eine Menge von Gütern, Lehen und Abgaben an den umsitzenden Adel verscherbelt hat. So z.B. in Dalkingon zwei Säue mitsamt den Schinken und eine Schenke". Diese Aussage macht deutlich, dass Dalkingen selbst wesentlich älter sein muss, als dieses Schriftstück; denn ein Dorf mit einer Schenke ist ja im Regelfall etwas langsam und organisch Gewachsenes.

Luftbild Dalkingen 2003

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