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© 2012 Gemeinde Rainau
komm.on.line GmbH Chronik der GemeindeAuf einen BlickWissenswertes über die Gemeinde RainauDie Gemeinde Rainau wurde am 1. Januar 1975 aus den bisherigen Gemeinden Schwabsberg und Dalkingen gebildet. Sie hat ca. 3250 Einwohner, ist 2.554 Hektar gross und hat eine Höhenlage zwischen 440 - 502 m ü. NN. Die Gemeinde liegt im Albvorland an der Einmündung der Sechta in die jüngste Jagst, unmittelbar am Übergang vom Schwäbischen Jura zum Schwäbisch-Fränkischen Keuperbergland. Schwabsberg liegt auf einem Sporn über dem engen Jagst in beherrschender Lage in 470 m Höhe, Dalkingen, im Tal der Röhlinger Sechta, in 450 m Höhe. Die Markungen Schwabsberg mit Buch und Saverwang sowie Dalkingen mit Weiler dehnen sich vom Kasernenbereich Ellwangen im Norden, bis zum Bahnhof Goldshöfe im Süden und vom Missionshaus Josefstal im Westen bis über die Autobahn A7 im Osten, aus. Aufgaben für die gesamte Gemeinde Rainau werden in Schwabsberg, Dalkingen und Buch erfüllt, wobei Schwabsberg als zentraler Ort der Sitz der Gemeindeverwaltung und der Hauptschule ist. In den letzten zweieinhalb Jahrzehnten wurde die Gemeindemarkung grundlegend verändert. Im Jagsttal, zwischen Buch und Dalkingen, entstand der grösste Stausee Ostwürttembergs mit einer Wasserfläche von 32 Hektar. Der See wurde beispielhaft mit Freizeit- und Erholungseinrichtungen ausgestattet. Das Erholungsgebiet ist ein Anziehungspunkt für Badegäste, Segler, Surfer und andere Wassersportler, genauso wie für Spaziergänger anderer und Radfahrer aus einem Einzugsgebiet, das den ganzen Ostalbkreis und die benachbarten Kreise umfasst. An der Landesentwicklungsachse gelegen, erfuhr Rainau auch einen grundlegenden Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Die früher umständlich durch Goldshöfe, Buch und Schwabsberg führende Bundesstrasse 290 wurde in den Jahren 1975 bis 1979 als weiträumige Umgehung neu gebaut. Über die neuen Auffahrten Schwabsberg, Buch und Saverwang sind alle Orte Rainaus vorbildlich an das überörtliche Verkehrsnetz angeschlossen. Die Autobahn A 7, die ganz im Osten über das Gemeindegebiet führt, ist in wenigen Minuten erreichbar. Die älteren Verkehrslinien, nämlich die Landesstrassen 1074, 1061 und 1029, sind nach wie vor günstige Verbindungen nach allen Richtungen. Auch die beiden Bahnlinien Aalen - Crailsheim und Aalen - Nördlingen führen durch das Gemeindegebiet und tragen zu einer guten Verkehrserschliessung bei. Vom Bahnhof Goldshöfe aus sind Stuttgart und Ulm tagsüber stündlich erreichbar. Eine Taktanbindung im Rahmen eines integralen Taktfahrplans wird angestrebt.
Bedeutende kommunale Projekte der letzten zwei Jahrzehnte waren:1975 - 1979: Kläranlage für alle fünf Orte mit 12 km Kanalsammler und sechs Becken zur Regenwasserbehandlung 1980 - 1981: Turn- und Festhalle Dalkingen 1983: Renovierung und Ausbau des Rathauses in Schwabsberg 1984: Ausbau und Erweiterung der Hauptschule in Schwabsberg. Aufbauend auf die guten baulichen Voraussetzungen haben sich die Rainauer Schulen zu modernen, ja, vorbildlichen Bildungseinrichtungen entwickelt. 1988: Ausbau der alten Schule in Schwabsberg zu einem Vereins- und Jugendheim sowie sowie Einrichtung einer Arztpraxis im alten Lehrerwohnhaus 1989 - 1990: Ausbau und Gestaltung der Schul- und Kirchstrasse in Dalkingen sowie des Ortes Weiler im Zuge der Dorfentwicklung 1991- 1992 Verstärkung und Erweiterung der Wasserversorgung in Dalkingen. Seit 1995: Erweiterung der Wasserversorgung Schwabsberg/Buch in mehreren Teilabschnitten 1996 - 2000: Ausbauprogramm für die drei Kindergärten Buch, Schwabsberg und Dalkingen 1997 - 1998: Bau eines Feuerwehrgerätehauses für den Bereich Schwabsberg/Buch 2001 - 2002: Bau einer Mehrzweckhalle in Schwabsberg 2005: Erschließung Baugebiet "Hofäcker II" in Buch 2005 - 2006: Generalsanierung Grundschule Buch 2006 - 2008: Erschließung Baugebiet "Hinter der Schmitte" in Dalkingen (1A und 1.Änderung) 2008 - 2009: Generalsanierung Grundschule Dalkingen 2009: Sanierung GHS Schwabsberg / Sanierung "Arzthaus" Schwabsberg Stolz ist die Gemeinde Rainau auf ihr reges Vereinsleben. Rund 30 Vereine und Gruppierungen sind in der Gemeinde Rainau tätig und werden allen Freizeitbedürfnissen unserer Einwohner gerecht, vom Spitzensport über Musik und Kultur bis hin zum lockeren Freizeittreff. Freilich, ganz leicht hatte es die Gemeinde Rainau selten, und oft musste sie um ihre ureigenen Belange kämpfen. Ihre günstige Lage an den Verkehrsachsen weckte immer wieder das besondere Interesse übergeordneter Massnahmeträger. Die lange geplante Erweiterung des Standortübungsplatzes der Bundeswehrgarnison Ellwangen um über 150 Hektar wurde im Zuge von Abrüstung und Reform der Bundeswehr gerade noch rechtzeitig aufgegeben. Die Planungen des Landes zum Bau einer Sondermüllverbrennungsanlage an der gemeinsamen Markungsgrenze mit Hüttlingen wurden ebenfalls in enger Zusammenarbeit mit den Bürgerinitiativen und mit den Nachbargemeinden abgewendet. Der Schutz des Ortes Dalkingen vor Hochwasser, und vor allem die Abwägung der örtlichen Interessen mit den Belangen des überörtlichen Hochwasserschutzes, wird noch viele Bemühungen kosten, ist aber auf dem richtigen Wege. Rainau ist bei weitem nicht die kleinste Gemeinde im Ostalbkreis, hat aber die kleinsten Teilorte, ohne herausragenden Hauptort. Hinzu kommt, dass die Landwirtschaft in den letzten 3 Jahrzehnten einen in der Geschichte beispiellosen Strukturwandel erfahren musste, der sich voraussichtlich in den nächsten Jahren dramatisch fortsetzen wird. Die Landwirtschaft war in der älteren Gemeindegeschichte die einzige Lebensgrundlage der Bevölkerung. Sie wird künftig, gesamtwirtschaftlich gesehen, nur noch ein Randdasein führen. Allerdings muss die Landschaft nach wie vor von ihr gestaltet und gepflegt werden. All diese Entwicklungen gingen nicht spurlos am "Naturraum" Schwabsberg vorbei. Die vor drei Jahrzehnten noch zweifellos vorhandene ökologische Ausgeglichenheit erfuhr erhebliche Störungen. Belangen wie Verkehr, Wasserwirtschaft, Siedlung, Freizeit, Industrie und Produktion wurden über Jahre hinweg fast uneingeschränkt Vorrang eingeräumt. In der Folge werden nun berechtigte Forderungen nach ausgeglichener und nachhaltiger Gemeindeentwicklung immer deutlicher. Die globale ökologische Problematik zwingt auch lokal zu verantwortungsvollem Handeln. Diese Belange sind schon in praktisches Handeln eingeflossen und werden es mehr und mehr mitbestimmen. Rainau in der UrgeschichteGeschichtliche Spuren auf dem Gemeindegebiet reichen weit zurück in die Vorzeit. An 2 Stellen bei Schwabsberg und Dalkingen sind steinzeitliche Siedlungsreste nachgewiesen. Keltische Grabhügelfelder und andere Siedlungsreste lassen wissen, dass die jetzige Markung auch in der Hallstattzeit besiedelt war. Der rätische Limes durchquert die Gemeinde auf eine Länge von 6 Kilometern und ist heute noch in der Landschaft als Wall oder Hecke erkennbar. Auf die bedeutenden Denkmale aus der Römerzeit und ihre hochinteressante Geschichte erfahren Sie unter der Rubrik Freizeit/Tourismus. Es gibt auch Hinweise und Funde, die auf eine frühalemannische Besiedelung im Bereich Buch schliessen lassen. In Dalkingen finden sich Flurnamen und zahlreiche andere Gegebenheiten, die für alemannische Urdörfer typisch sind. MittelalterIm Mittelalter hatten Schwabsberg und Dalkingen Gemeinsamkeiten. In beiden Hauptorten waren die Herren von Schwabsberg, Truchsessen des Stiftes Ellwangen, begütert. Urkundlich werden Dalkingen 1136 und Schwabsberg 1147 erstmals erwähnt. Dalkingen kam 1464/70 an das Stiftskapitel Ellwangen. Schwabsberg wurde 1416 als Lehen vom Kloster zurückgekauft und fürderhin vom Ammannamt des Klosters verwaltet. Das Geschlecht derer von Schwabsberg starb mit dem Tode des letzten Ritters Hans von Schwabsberg am 4. März 1549 aus. Seit dem 14. Jahrhundert war in Dalkingen, und damit endet ein Teil des gemeinsamen Weges der beiden Orte, auch das Spital von Dinkelsbühl begütert. Während der ellwangische Besitz in Dalkingen und Schwabsberg 1802 an Württemberg fiel, kamen die Güter von Dinkelsbühl zunächst nach Bayern und dann schliesslich 1810 an Württemberg. Die St. Martin geweihte Kirche in Schwabsberg wird 1387 als Kapelle erwähnt, erst aber 1749 zur Pfarrei erhoben. Der jetzige Bau stammt aus dem Jahre 1733, zu der Ausstattung gehören u.a. spätgotische Skulpturen des heiligen Nikolaus und des heiligen Sebastian. Im Ortsteil Buch befinden sich ein alter Burgstall und eine Kapelle zu St. Maria mit frühgotischem Turmchor. Das Schiff wurde 1699 erbaut. Buch kam 1287 von Oettingen an das Kloster Ellwangen, das 1545 die Güter der Ahelfinger nach deren Aussterben einzog. |